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Die Publikation der größte Studie zu Kokain, die auf diesem Planeten erstellt wurde – und das schon in den frühen 90er Jahren von der UN Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von dem UN Inter-Regionalen Kriminalitäts- und Justiz Forschungsinstitut (UNICRI) bezahlt, wurde auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) unterdrückt.Dies passierte, als klar wurde, dass in dem Bericht Fakten genannt werden, die direkt konträr sind zu den Mythen, Stereotypen und Propaganda die der „Krieg gegen die Drogen“ gebracht hatte.(Link zu Wikileak-Seite mit dem Bericht, Mirror 1, Mirror 2)Quelle und Weiter bei Drugsense, The WHO cocaine report the US didn’t want you to see.Hat es bis in den Guardian geschafft.Kurze FassungZwei hervorragende Aussagen des WHO-Reports sind:„Gelegentlicher Kokainkonsum führt nicht typischerweise zu großen oder kleineren physischen oder sozialen Problemen.[..] eine Minderheit der Personen [..] nutzen es gewohnheitsmässig für eine kürzere oder längere Periode, und litten nur an geringen oder garkeinen negativen Konsequenzen.“Und: „Die Nutzung des Kokablattes hat anscheinend keine negativen Effekte auf die Gesundheit und hat positive Therapeutische, Sakrale und soziale Funktionen für die indigenen Menschen in den Anden.(Update,

um was negatives Einzubauen:) Die Kokainkonsumenten berichteten sehr oft Menschenrechtsverletzungen durch Polizeibeamte und die hohe Korruption in dem Justizapperat.Die Nutzer hätten klargemacht, dass ein solches Verhalten nicht gerade zu Änderungen ihres Verhaltens beitragen würde.UpdateUnd hier ist der Link zu Wikileaks mit dem WHO-Kokainreport Dokument.
g pro vaporizer for sale1995 wurde von der Regierung der USA gedroht, die Finanzierung für die WHO einzustellen, wenn der Report veröffentlicht werde.
best vaporizer pen for weed 2014Abschied von der autogerechten Stadt Sie sind sich keineswegs immer grün, Grüne und Sozialdemokraten im Stuttgarter Gemeindrat.
best vape cigarette ukUmso überraschender ist das gemeinsame Vorgehen in einer der großen Zukunftsfragen der Stadt.
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Die Unterschriften von Anna Deparnay-Grunenberg und Andreas G. Winter (Grüne) sowie Martin Körner und Susanne Kletzin (SPD) trägt ein Antrag zur grundlegenden Umgestaltung der Stuttgarter Innenstadt.
best temperature topoo vaporizerNoch vor der Sommerpause soll im Ausschuss für Umwelt und Technik der "Zielbeschluss" fallen, "den Autoverkehr innerhalb des künftigen Cityrings (zwischen Paulinenbrücke und Wolframstraße sowie der Theodor-Heuss-Straße und der B14) nur noch für Lieferverkehre und für die Zufahrten zu den Parkhäusern zu ermöglichen und so die gesamte Innenstadt in einen modernen urbanen Lebensraum umzuwandeln".
best temperature topoo vaporizerZur Begründung heißt es unter anderem, die Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, "dass in Fußgänger- und Fahrradzonen der Publikumsverkehr zunimmt, Gastronomie entsteht und der Einzelhandel davon enorm profitiert".

Grüne und SPD wollen "die gesamte Stuttgarter Innenstadt zu einem modernen urbanen Lebensraum machen".Zu lange sei in Stuttgart nur die autogerechte Stadt geplant worden: "Stadtautobahnen durchschneiden die Stadt, Autos kurven durch die schmalen Innenstadtstraßen auf der Suche nach einem der wenigen freien Parkplätze, am Wochenende cruisen die Poser."An manchen Stellen sei es gefährlich für Fußgänger und Radfahrer.Erschlossen werden soll die Innenstadt mit der 2018 startenden P-Buslinie, die den verkehrsfreien Kern umkreist.Konkret verlangt der gemeinsame Antrag zudem von der Verwaltung, "darzustellen, mit welchen Maßnahmen dieser Zielbeschluss zügig umgesetzt werden kann" und "im Vorgriff auf die Beratungen des Doppelhaushalts 2018/2019 erste Maßnahmen und deren Finanzierung" vorzuschlagen.Wie ein Mehrheit zustande kommen könnte, ist noch unklar.Richter und Körner werben für die gemeinsame Initiative, die mehrere Wochen hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde."Wir wollen gemeinsam eine neue Mobilität", sagt der Grüne und damit Zug und Zug "weg vom Parkplatzsuchverkehr hin zu mehr Lebensqualität".

(20.6.2017) Anzeige: AfD-Landessprecher soll den rechten Arm gehoben haben Seit März 2017 ist der gebürtige Südtiroler Marc Jongen Vorsitzender der AfD in Baden-Württemberg.Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe bestätigt, dass eine Strafanzeige gegen ihn erstattet wurde, weil er am Rande des AfD-Landesparteitags vom Wochenende den rechten Arm gehoben haben soll."Als 'Begrüßung' einer Protestkundgebung hat er den 'Hitlergruß" gezeigt", heißt in einer Pressemitteilung der Partei Die Linke vom Montag.Eine weitere Anzeige erfolge gegen ein anderes AfD-Mitglied, "der den Demonstrierenden 'Ihr gehört alle ins KZ' zurief".Jetzt wird geprüft, ob es Fotos oder Filmszenen gibt, die die Vorgänge belegen."Für menschenverachtende Hetze darf es keinen Raum geben, weder in Karlsruhe noch sonst wo", so der Linken-Bundestagskandidat Michel Brandt.Jongen habe deutlich gemacht, "dass die AfD eine Partei von Rechtsextremisten ist".Es gelte zu verhindern, dass sie im September in den Bundestag einzieht.

Der AfD-Landessprecher, der an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe arbeitet, kandidiert am 24.September auf Platz drei der baden-württembergischen Landesliste.Zugleich gibt es aber Meldungen, dass er ins Europaparlament nachrückt, wenn Marcus Pretzell, mittlerweile AfD-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag, sein Mandat niederlegt.(19.06.2017) Mehr über den rechten Ideologen in unserem Interview mit Philosophieprofessor Michael Weingarten aus der Kontext-Ausgabe 320.Ende jeder Atomforschung verlangt Die frühere Grünen-Landesvorsitzende Sylvia Kotting-Uhl hat sich auf dem Wahlprogrammparteitag der Grünen am Samstag in Berlin durchgesetzt.Sie verlangt, dass ihre Partei, im Falle einer Regierungsbeteiligung nach dem 24. September, für ein Ende jeder Form von Atomforschung in Deutschland sorgt."Wir wollen den Atomausstieg weltweit", so die Karlsruher Bundestagsabgeordnete, die zum linken Flügel zählt.Deutschland dürfe nicht dazu beitragen, dass andere Länder den Weg zur Energiewende nicht finden.

Konkret geht es unter anderem um Mittel, die in die Kernfusionsforschung oder in die Entwicklung neuer Reaktorgenerationen fließen.Es dürfe kein Steuergeld für Wiedereinstiegstechnologien geben, sagte Kotting-Uhl, die auch atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion ist.Eine Gruppe grüner WissenschaftspolitikerInnen hatte sich für eine Fortsetzung der Atomforschung stark gemacht.Zum Kohleausstieg wurde ein Kompromiss verabschiedet.Die 20 schmutzigsten Meiler müssen bis 2030 vom Netz.Die Parteispitze wollte eigentlich ein moderateres Vorgehen durchsetzen.(17.6.2017) Der ewige Optimist ist tot Der Kommunist war keiner, der aus dem Fenster stieg und verschwand.Mit hundert Jahren ging Theodor Bergmann immer noch in die Klassenzimmer und erzählte den Kindern, was er von der Kanzlerin und dem Kapitalismus hält.Und dass sie sich eine Gesellschaft wünschen sollen, in der es keinen Krieg und keinen Faschismus gibt.Davon hat er zuletzt in Kontext berichtet.Der ewige Optimist, der auch schon Winfried Kretschmann vor dem Berufsverbot geschützt hat, ist am Montag, 12. Juni, im Alter von 101 Jahren gestorben.

Dazu: Der ewige Optimist Friedenspreis 2017: In die nächste Runde Weil bei der Wahl zum diesjährigen "Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter" keiner der 17 Vorschläge die erforderliche absolute Mehrheit erhalten hat, kommen sechs Nominierte in die zweite Runde.Der zweite Wahlgang läuft bis zum 28. Juni 2017.Eine Chance auf die mit 5000 Euro dotierte Ehrung, die am 10. Dezember 2017 im Rahmen der traditionellen Gala im Theaterhaus verliehen wird – bereits zum fünfzehnten Mal – hat auch Aslı Erdoğan.Die 1967 in Istanbul geborene Schriftstellerin, Kolumnistin und Fürsprecherin der kurdischen Minderheit wurde am 16. August 2016 im Zuge der politischen Säuberungen nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei mit 22 anderen JournalistInnen verhaftet und erst vier Monate später unter Auflagen wieder entlassen.In der Anklageschrift gegen Erdoğan fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für die Autorin und acht weitere Angeklagte.Kontext-LeserInnen ist sie vertraut - dank der Briefe, die unsere Kolumnistin Filiz Koçali ihrer Freundin aus dem Stuttgarter Exil schreibt.

Dazu: www.kontextwochenzeitung.de/kolumne/321/erdogans-betrug-4390.html Die fünf weiteren Vorschläge im zweiten Wahhgang sind: Lutz Beisel, der Mitbegründer terre des hommes, Klara Fries, die Initiatorin des Demokratiebahnhof Anklam, Ka'apor, stellvertretend für die indigenen Völker Amerikas, Ta'ajusch, die Israelisch-palästinensische Friedensbewegung, und die Whistleblowerin Chelsea Manning, die der Enthüllungsplattform Wikileaks 2010 geheime Militärdokumente zuspielte und 2013 unter anderem wegen Verrats und Spionage zu 35 Jahren Militärhaft verurteilt wurde.Dank Barack Obamas Gnadenerlass kam sie frei.(9.6.2017) "Das allerwichtigste an einer Bong: Es muss genug Wasser reinpassen", sagt Dietmar Reiß.Unten der Fuß, darüber ein Kolben mit einem Loch, ein Rohr mit Mundstück, an der Seite ein Glasröhrchen mit einem Kopf, da kommen die Kräuter rein.Den Kolben bis kurz unters Loch mit Wasser füllen, die Kräuter anzünden, mit dem Daumen das Loch zuhalten, feste ziehen, bis es blubbert, Daumen vom Loch nehmen, einatmen, fertig.Dietmar Reiß dreht ein winziges Glasröhrchen über einer Flamme und pustet eine gläserne Seifenblase aus dessen Ende.

Die Blase dehnt sich aus, wird größer und größer und erstarrt Sekunden später hauchdünn zu einem filigranen Ballon."Als ich meine erste Pfeife gemacht hab, hab ich noch gedacht: 'So ein Schwachsinn, wer raucht denn durch Wasser.'"Reiß schlägt den Glasballon mit feinem Klirren in eine Schublade und schaut über seine zwei Brillen hinweg, eine große mit grünem Rand zur Unterstützung der alten Augen, auf der Nasenspitze eine schwarze kleine für die Nahsicht."Aber das Wasser kühlt den Rauch, und deshalb ist es eben der wichtigste Bestandteil einer Bong."Borosilikat 3.3, hohe Temperaturwechselbeständigkeit, minimale Wärmeausdehnung, höchste Formstabilität.Seit mehr als 50 Jahren ist Dietmar Reiß Glasbläser, mit grauen Händen vom Ruß, der sich mit der Zeit in die Ritzen seiner Haut eingegraben hat.Früher hat er in der väterlichen Werkstatt Laborgeräte hergestellt.Heute fertigt der 70-Jährige gemeinsam mit seinem Sohn Daniel hochklassige Glaswasserpfeifen.Denn eine handgemachte, gute Bong ist für den Kräuterfreund wie das Bose-Soundsystem für den Opernfan: was für Genießer, für Liebhaber.

Außerdem ist ihr Gebrauch je nach Krautbefüllung gut für die Bronchien und gut gegen Schmerzen.Dietmar Reiß kommt aus Stützerbach, am Nordhang des Thüringer Walds gelegen, ein Luftkurort mit Kneipp-Faible, der damit wirbt, das Goethe dreizehnmal da war und sogar ein paar Zeilen gedichtet hat: "Was weiß ich, was mir hier gefällt,In dieser engen kleinen Welt,Mit leisem Zauberband mich hält!"Reiß' Vater war Glasbläser, sein Opa auch, dessen Vater ebenfalls.Früher war der Ort weltweit als die "Wiege der Laborglasindustrie" bekannt.1830 fertigten die Stützerbacher das erste deutsche Thermometer, 1896 die erste Röntgenröhre.Als der Krieg zu Ende war, das Land und die Glasindustrie kaputt, wurde Dietmar Reiß in einen Laborglasboom hineingeboren.Alle Krankenhäuser, Chemiker und Forscher brauchten Laborgläser, und nur die Stützerbacher konnten die gut.Seine Eltern flohen vor den russischen Besatzern in den Westen, nach Stuttgart, dann nach Weil im Schönbuch kurz vor Tübingen, die einzigen Glasbläser unter Bauern, die einzigen Ossis unter Schwaben.

Später zogen sie ein paar Kilometer weiter nach Böblingen."Der Bedarf an Laborglas war damals immens", sagt Reiß.Als sich in den USA jungen Männer die Haare bis zum Hintern wachsen ließen und die Frauen sich Blumen in die Zöpfe flochten, stand ein paar Hundert Kilometer nordwestlich von Böblingen Rudolf Petrasch in der sauerländischen Provinz vor einer Disco.Um ihn herum verkauften sie allerlei Heilkräuter und Petrasch dachte: "Jetzt müsste noch einer einen Koffer auspacken und Rauchgeräte anbieten."Tat aber keiner, erzählt er.Und so reiste er selbst nach Indien und packte bei der Rückreise ein paar Pfeifen ins Handgepäck, aus Speckstein, Ton oder Holz.Ab da verkaufte er auf Wochenmärkten Mineralien und Gewürze und auf Flohmärkten Mineralien und Pfeifen.Damals wurde noch aus Kokosnüssen geraucht, später aus Plastikröhren, ganz selten mal aus einem echten Bong-Import, den amerikanische GIs aus Vietnam mitgebracht hatten.Weil die Flohmärkte überragend liefen, eröffnete er 1975 einen kleinen Laden für Raucherzubehör und nannte ihn Bam Bam Bhole, heute mit Sitz in Berlin.

Petrasch war damit der erste Bong-Importeur und Wasserpfeifenhändler Deutschlands.Anfang der Achtziger gab er die erste deutsche Glaswasserpfeife in Auftrag – bei Helmut Zimmermann in Eschelbronn bei Heidelberg.Zimmermann ist heute weit über 80 und lebt irgendwo in Indien, sagt man, aber das Modell GW 1, die Glaswasserpfeife Nummer 1, gibt es bei Bam Bam Bhole immer noch.Wer wann wo die wirkliche Number one der Bong-Historie erfunden und geraucht hat, ist selbst in der einschlägigen Wissenschaft nicht abschießend geklärt.Die einen behaupten, sie käme aus Thailand, die anderen verorten ihre Ursprünge ins China der Ming-Dynastie, generell sei sie ein direkter Nachfahr der um 1600 in Ägypten erfundenen Shischa.Der Name Bong soll sich ableiten vom Thailändischen Wort 'baung', hat erstmals Erwähnung gefunden im McFarland-Thai-English-Wörterbuch von 1944; das übersetzt ihn etwa mit "Bambuspfeife".Andere wollen schon elfhundertnochwas Pfeifen in äthiopischen Gräbern gefunden haben und führen den Namen auf ein aussterbendes Volk in Kenia zurück, die Bong'om.

Aber genau weiß das alles keiner.Die Bong ist jedenfalls alt.Als Rudolf Petrasch die ersten Erfolge mit seinen Heilbronner Glaswasserpfeifen feierte, verkaufte der Vater von Glasbläser Dietmar Reiß in Böblingen seine Glasbläserei samt Grundstück für zwei Millionen Mark an eine Gruppe Baptisten.Die bauten eine Kirche dorthin, wo vorher die Werkstatt war.Der Vater zog mit seinem Geld fort, Dietmar Reiß blieb zurück in Böblingen.40 Jahre alt, arbeitslos und zutiefst deprimiert.Bis 1985 plötzlich "so ein Faulenzer" vor der Tür stand.einer mit langen Haaren und bunten Klamotten, und ein rundes Gefäß in Auftrag gab, das er irgendwo anders gesehen hatte.Eines mit Ansaugstutzen, Loch und einem zylindrischen Köpfchen."Es war im Grunde ganz einfach", sagt Reiß."Nur ein Kölbchen, das steht."Seitdem produziert er Bongs.Zuerst verkaufte er sie auf dem Stuttgarter Flohmarkt, lernte viele bunte und neue Leute kennen, und mit jeder Glaspfeife, die er fertigte, kroch er ein kleines Stückchen aus dem schwarzen Loch heraus, das sein Vater und die Baptisten hinterlassen hatten.

"Das war wie eine Fügung Gottes, dass ich das entdeckt hatte.Es hat mich richtig beflügelt!"In den Neunzigerjahren stieg sein Sohn Daniel ins Geschäft mit ein.Das Bundesverfassungsgericht hatte gerade die "geringe Menge" erfunden, den straffreien Besitz von einem kleinen bisschen Cannabis für den Eigenbedarf.Den Zusammenhang mag allerdings kein Hersteller so recht in Worte fassen, weil kiffen natürlich illegal ist und damit auch das Gespräch darüber in der Branche streng verboten.Etwa zur selben Zeit ging die Nachfrage an Laborgeräten immer weiter zurück, denn die wurden nun maschinell in China hergestellt.Und da veränderten Glas-Gerätebauer wie Dietmar Reiß ihr Sortiment eben ein klein wenig.Laborglas ist für den Pfeifenzweck perfekt geeignet, die Schliffe, Röhren und Spiralen sind denen der Laborgeräte nicht so fern, und natürlich muss auch eine Bong wie eine Destilliervorrichtung perfekt abgestimmt sein, damit bei Gebrauch nichts wackelt und nichts abbricht.Mit der Zeit wurden die Bong-Bauer kreativer und trieben das ehemals einfache Rauchgerät zu handwerklicher Perfektion.

Bei Roor in Frankenthal gibt es seit 20 Jahren Bongs aus Panzerglas, absolut um- und runterfallsicher.Bei Ehle im hessischen Limburg werden Metalloxide zu bunten Applikationen auf das Glas gedampft, G-Spot in Wertheim, am nördlichsten Zipfel von Baden-Württemberg, hat den sogenannten Panzerschliff erfunden und beliefert den gesamten westlichen Markt bis nach Australien.Mit einer G-Spot kann man sogar Nägel einschlagen."Das kriegt keiner so hin wie wir", sagt Geschäftsführer Dieter Feil."Liegt halt am Know-how."Die G-Spot Snake, dreiteilig mit Schlangenmuster, einen Meter hoch, sieben Zentimeter dick, Wandstärke fünf Millimeter, kostet dann schon ihre 450 Euro.In Emmerting im bayrischen Landkreis Altötting stellt die Firma Stollwerk, neben Apparaturen für Chemie und Medizin und ab und zu einer Sonderanfertigung für Formel-1-Rennställe, auch einen der Luxusliner unter den Glaswasserpfeifen her: die Hurricane-Bong.Im einfachsten Modell TDE 750 TT rund 350 Euro teuer, mit handgeschliffenem Medusa-Abbild knapp 1000 Euro.

Benannt sind die Hurricanes nach ihrer speziellen Rauchströmungstechnik.Drei winzige Lufteinschlüsse und eine dreigliedrige Form schleudern den Rauch per Zentrifugalkraft wie in einer Waschmaschine nach oben, sodass Rückstände nicht in der Lunge landen, sondern an der Glaswand kleben bleiben.Das Verfahren haben sich die Macher sogar patentieren lassen.Gesundheit ist sowieso immer mehr im Kommen in der Raucherszene.Immerhin sind ihre Pioniere schon ein bisschen in die Jahre gekommen.Frank Fuchs hat die Rückstandsfreiheit des Rauchens auf die Spitze getrieben.Ende der Sechziger hatte er noch Pfeifen aus Urinflaschen gebastelt und an die Amerikaner in den Heidelberger Campbell Barracks verkauft.Seit den Neunzigern stellt er sogenannten Vaporizer her, die alles Mögliche zu schadstoffarmem Dampf vaporisieren.Was als skurrile Schlauchmaschine begonnen hatte, ist heute ein Hightech-Rauchgerät, das nicht nur bei Kräuterfreunden immer beliebter wird, sondern mittlerweile auch bei Krankenkassen.

Die natürlichen Dämpfe ohne Dreck helfen bestens gegen Nebenwirkungen von Chemotherapien, Asthma oder Begleiterscheinungen von Multipler Sklerose.Zur baden-württembergischen Landesgartenschau hat Frank Fuchs im Jahr 2000 mit seinen Vaporizern die gesamte Singener Fußgängerzone mit Augentrost beduftet und seitdem er die Toskana-Therme in Bad Sulza rückstandsfrei einparfümiert hat, gilt er sogar als "Duftkünstler".Die Fuchs'sche Firmenhymne hat 1910 übrigens vorausschauend Christian Morgenstern gedichtet: "Angeregt durch Korfs Geruchs-Sonaten, gründen Freunde einen "Aromaten".Einen Raum, in welchem, kurz gesprochen, nicht geschluckt wird, sondern nur gerochen.Gegen Einwurf kleiner Münzen treten aus der Wand balsamische Trompeten, die den Gästen in geblähte Nasen, was sie wünschen, leicht und lustig blasen."Dietmarund Daniel Reiß aus Böblingen sitzen nebeneinander in der Werkstatt zwischen Rohren und bunten Farbgläsern in den Regalen, Vater und Sohn, jeder an seiner Flamme.